In 365 Tagen um die Welt


SAR Austria & UnitedWorldTour in Ostafrika, Monaco und …

Mit Peter Luttenberger bei Alex Wurz in Monaco
SAR-Austria-und-United-Worl-Tour-Monaca-7511.jpgText folgt!
Fahrräder für ein Ausbildungszentrum auf Sansibar in Tansania.
”Sport against racism Austria” wird vorerst 10 Patenschaften für Fahrräder übernehmen. Die Räder kommen dem Ausbildungszentrum des Precious Bloodsisters Klosters in Machui/Tansania zugute. Sie sollen den Schülern einen regelmäßigen Besuch der Stätte ermöglichen. Eine tägliche Anreise mit “daladalas” (Sammeltaxis) können sich nur die wenigsten leisten. Damit ermöglichen Räder Ausbildung – neben Essen und Wasser das Wichtigste hier in Afrika!

Peter Luttenberger berichtet aus Sansibar: “Den Tipp hierher nach Machui ins Landesinnere von  Sansibar zu reisen habe ich von Franz Gruber bekommen, den ich auf unserer Pressekonferenz in Graz kennengelernt habe. Der Steirer hat hier mit großem Einsatz und mit Hilfe der Katholischen  Männerbewegung  Graz in den letzten 15 Jahren eine tolle Ausbildungsstätte aufgebaut.

Hier werden rund 80 Lehrlinge in den berufen Mechaniker, Tischler, Schneider und für die aufstrebende Hotellerie ausgebildet. Das Ausbildungszentrum ist das einzige auf der ganzen Insel und wird von Manager Amos Wambugu bereut und ist in das Kloster der „Precious Bloodsisters“ eingebunden. Franz Gruber hat Containerweise Material von Österreich nach Sansibar verschifft um diese Stätte für die einheimische Jugend zu ermöglichen. So kamen große Tischlerei Maschinen, Herde und das gesamte Dach der Mehreren Gebäude und Österreich.

Leider ist es so dass hier auf dieser sehr touristischen Insel noch immer große Armut herrscht. Nur wenige hundert Meter hintern den internationalen 5 Sterne Strandhotels wo man bis zu 700 Euro pro Person und Nacht bezahlt, leben die einheimischen noch in Lehmhütten und von einem  durchschnittlichen Monatsgehalt von 80 Euro.

Mein Projekt ist es  nun hier um dieses Ausbildungszentrum mit Fahrrädern zu versorgen. Die 80 Schüler kommen teilweise täglich von sehr weit her und haben ein Rad als Fortbewegungsmittel dringend nötig.

Ich habe Gestern so ziemlich alle Fahrradhändler in Stonetown besucht und die Preise erkundet. Fakt ist das es auf der ganzen Insel nur gebrauchte und kein neuen Räder gibt. Den Marken nach zu urteilen kamen sie in Containern  aus Europa und China, wo sie durch den neuen Wohlstand durch Autos ersetzt wurden.90% der auf dem Markt zu erhältlichen Räder sind allerdings Schrott und würden nur eine weitere Kostenfalle für die Besitzer darstelle. Man muss sich vor Augen halten das ein neuer Reifen oder eine Gangschaltung für einen Einheimischen kaum erschwinglich sind.

Für 50 Euro bekommt man aber ein solides und fast neuwertiges  Rad aus China. Bestückt mit einem Gepäcksträger und einem Lichtdynamo (hier am Äquator wird es früh dunkel)  erfüllt es bestens den Anforderungen. Ein Import von neuen Rädern vom Festland wäre zu Kostspielig und vom Transport her (Schiff) zu aufwendig. Durch den Kauf direkt vor Ort unterstützt man auch die lokale Wirtschaft.

Die Räder werden im Besitz des Klosters bleiben und werden den Schülern für den Zeitraum der Ausbildung zur Verfügung gestellt. Damit wird auch verhindert das das gespendete Material verkauft und in Bares umgesetzt wird – was leider hier in Afrika meistens der Fall ist…

Wer die Möglichkeit hat der Spende Bitte 50 Euro für eine Rad-Patenschaft. Natürlich sind auch kleiner Beträge willkommen.

Bankverbindung und Paypal findet ihr unter folgendem Link:

http://www.unitedworldtour.com/donation/

Bitte leitet diesen Aufruf  auch eure Freunde weiter!”

Mit Herzlichen Dank ,

euer Peter

Peter Luttenberger berichtet aus dem tiefen Hinterland Kenias!
In den letzten Tagen war ich 1000 km von der Küste, tief im Landesinneren Kenias – wo ich leider keinen Internet Anschluss  hatte. Deswegen jetzt die updates mit einiger Verspätung. Eigentlich fuhr ich von Nairobi ins nördlichere Naivasha wegen einer email die mir zugesandt wurde. Für zwei  Kinder deren Eltern kürzlich an AIDS gestorben sind , wäre dringend das Schulgeld zu bezahlen. Die Summe war für mein Spendenbudget im Bereich des Möglichen und ich packte meinen Rucksack. Als ich aber nach einer abenteuerlichen Busfahrt in Naivasha ankam und mich den betroffenen Personen treffen wollte, wurde mir nur in einer weiteren Mail eine Kontonummer mitgeteilt wo ich nun  eine viel größere Summe überweisen sollte. Ich antwortete dass erstens ohne persönliches Treffen und Besichtigung der Umstände keine Hilfe geleistet wird , und zweitens die neue Summe mein Budget bei weiten Sprengen würde. Ich erhielt keine unmittelbare Antwort, was natürlich sehr suspekt war…

Für mich war damit der Fall abgeschlossen und ich machte mich zu Fuß in Richtung Süden auf, wo ich mein Zelt in einem Tierreservat direkt am Naivasha See aufschlug.

Bereits auf der Strasse wanderten ganze Herden von Giraffen, Zebras und Antilopen herum und ich traf auch gleich den Wächter des Reservats. Er empfahl mir nicht weit von seinem Haus zu campen, weil wenn das Licht brennt die gefährlichen Flusspferde sich nicht nähern würden. Außerdem sollte ich das Zelt  nach Sonnenuntergang nicht mehr verlassen weil sich die Tiere  die Tagsüber am  See sind, sich in den Wald Zurückziehen – sprich wo ich zeltete… Die Nacht war mit ihren vielen Tier Geräuschen recht „Spannend“  und das laute brechen von dicken Ästen deutete auf die Flusspferde im nahen Dickicht hin. Am nächsten Morgen wanderte ich wieder nach Naivasha zurück und stieg in ein „Matatu“ aka Sammeltaxi in Richtung Iten, was nicht ganz so nahe war wie ich annahm…

Später mehr …

@ Naivasha

Nach einer abenteuerlichen hochgeschwindigkeitsfahrt im verbeulten Toyota-Bus bin ich in Naivasha angekommen. Nicht weit von hier liegt auch das Höhentrainingszentrum der Kenianischen Läuferelite. Auch wenn man hier fast direkt am Äquator ist, ist es durch die Höhe recht kühl und am Abend kalt.

Iten, das Zentrum der Lauf Weltelite

Ich entschied mich von Naivasha aus mit dem Bus nach Eldoret und dann weiter nach Iten zu fahren. Das sehr entlegene Iten liegt 2500 Meter über dem Meeresspiegel direkt am „Rift Valley”, dem großem Afrikanischen Graben und ist bekannt als Trainingszentrum der Kenianischen Laufelite.

Die sechs stündige Fahrt im Toyota Kleinbus teilte ich mir mit weiteren sechszehn Insassen, einigen Kartoffelsäcken und 2 Hühnern unter meiner Sitzbank. Die atemberaubende Landschaft entlang dem Rift Valley entschädigte allerdings alle Strapazen. Hier wechseln sich grüne Wiesen und tiefe Laubwälder einander ab und die Transafrika Eisenbahn Schlingt sich romantisch durch das Tal.

In Iten befinden sich gleich mehrere Training Camps für Laufathleten, die meist von westlichen Managern betrieben werden. Bis zu hundert Sportler haben Manager unter Vertrag, und hier werden sie durch Trainer und in optimalen Bedingungen regelrecht herangezüchtet.

Entlang der einzigen Asphaltierten Straße in Iten sieht man die Athleten zu hunderten trainieren, Männer wie auch Frauen.

Mir kam ein Besuch im „Adidas Camp” genau richtig weil ich durch Strapaziöse Busfahrt wieder große Probleme mit meinem Rücken hatte und unbedingt eine Physiotherapie brauchte. Hier traf ich den Holländer Jeroen Deen, der hier die Athleten betreut und auch schon Radprofis wie Jeroen Blijlevens massierte. Die Therapie war erstklassig und er stabilisierte meinen Rücken mit weiteren Bandagen die ich mehrere Tage trug.

Für alle diejenigen die einmal ein exotisches Lauf- oder Schwimmcamp in Höhenlage machen wollen empfiehlt sich das HATC von Lornah Kiplagat. Lornah ist eine Kenianische Lauflegende und bietet optimalen Trainingsbedingungen für jedermann, vom 25 Meter Schwimmbecken bis zum Top Technogym Fitnesscenter. Selbst die Küchenhilfe ist hier eine Olympiamedaillen Gewinnerin…

www.Lornah.com

Auch die Laufbahn in Iten ist offen für Jedermann und man kann ganz einfach mit der Weltelite seine runden ziehen und den Atemberaubenden Blick über das Rift Valley genießen. Mit einem Besuch in dieser sehr armen und entlegenen Gegend wo die meisten Menschen noch in Lehmhütten wohnen, unterstützt man auch die Lokale Wirtschaft und hilft somit die Armut zu bekämpfen. Für alle die es bequemer wollen, so kann man auch per Flugzeug über Nairobi nach Eldoret anreisen – von da aus sind es noch 30km nach Iten. Iten hat übrigens auch Rad Team, welches ich allerdings nicht besuchen konnte, weil sie gerade bei einem Rennen im nahen Ruanda Teilnahmen .Ich hatte allerdings die Gelegenheit mit einem der Betreuer zu Sprechen, der mir sagte das sie auf eine Teilnahme bei der Tour de France hinarbeiten.


Es geht weiter ohne Rad–nun mit dem Rucksack!

In dem mein Rad auf dem Flug nach Nairobi irreparabel kaputt wurde, musste ich einiges neu organisieren. Hier ein ähnliches Rad zu bekommen ist nicht möglich und ein neues Rad aus Österreich nachzuschicken leider zu Risikoreich.Das Paket könnte Tage oder Wochenlang am Zoll festsitzen und ebenfalls beschädigt sein.Ich hatte bereits Kontakt mit einigen Personen die um Hilfe baten,die ich nun mit dem Rucksack und per Bus/Zug ansteuern werde.

Empfang auf der Österreichischen Botschaft

Botschafter Mag. Christian Hasenbichler und sein Team empfangen uns in einer sehr Herzlichen und zuvorkommenden Atmosphäre auf der Österreichischen Botschaft in Nairobis Innenstadt.

Mag. Hasenbichler  informierte uns sehr ausführlich über die Gegebenheiten und Probleme in Kenia. Mein Begleiter  Karl Puntigam der sich für mit seiner Organisation für Sport gegen Rassismus einsetzt und sich hier vor Ort ein Bild für einen geplanten Schulklassenaustausch macht, war es vor allem wichtig  alle nötigen Details zu bekommen und von Erfahrungen in der Vergangenheit mit Austauschgruppen  profitieren.

Sehr interessant für mich waren die Infos über Land und Leute, Gebiete  die man meiden sollte, Stammeskämpfe und  Kriegszonen an der Grenzen zu Nachbarländern. Wir diskutierten auch länger über die notwendige Hilfe, aber auch über die Tücken von Hilfsaktionen, Kriminalität  und Korruption von Beamten.

Auch der Fakt das es so etwas wie eine „Rettung“ oder Krankenwagen wie in westlichen Ländern es hier in Kenia nicht gibt und jeder auf sich selbst gestellt ist.

Die beste Art sich abzusichern ist Mitglied bei AMREF zu werden, auch genannt „Flying Doktors“ – eine Art Bush Piloten die bei Notruf mit Kleinflugzeugen auch in den ab gelegensten Gebieten landen können.

Beim übernachten im freien sollte man  darauf aufpassen nicht auf  - oder in der Nähe von Trampelpfaden wilder Tiere sein Quartier aufzuschlagen. Vor allem vor dem Flusspferd sollte man sich in acht nehmen, es sei das gefährlichste Tier Afrikas wodurch am meisten Menschen sterben würden.

Schnelle Hilfe auf Nairobis Straßen.

Kenia  ist ein armes Land mit einem arbeitslosen Anteil von  inoffiziellen 45% und wo nur 20% der Bevölkerung über Strom verfügen, aber es gibt auch hier Immigranten aus noch ärmeren Ländern die hier Zuflucht suchen.

Ich war in Nairobis Innenstadt unterwegs um  im Hauptbüro von Egypt Air mein kaputtes Rad zu reklamieren als ich angesprochen wurde. Es war ein sehr zurückhaltender uns schüchterner Mann in lumpigen Kleidern der sich zuerst sehr bedankte das ich überhaupt mit ihm rede. Er erklärte mir er sei mit seiner Familie aus Zimbabwe geflohen wo sie  von Polizei und Militär verfolgt und verprügelt worden seien und zeigte mir eine riesige Wunde an seinem Unterarm. Er ,seine Schwestern die auch ein Baby bräuchten umgehend Lebensmittel – was wir auch gleich im nächsten Supermarkt in die Tat umsetzten. Wie schon  auf meiner ersten Etappe der UnitedWorldTour haben wir  Grundlebensmittel wie Reis, Zucker und Babynahrung in großen Mengen gekauft.

Nach einem Foto vor dem Supermarkt bedankte er sich noch sehr herzlich und machte sich auf den Weg zu seiner Familie  – die wie er sagte 14km vom Stadtkern entfernt hause.Diese Hilfsaktion war möglich dank der Spende von Markus Schuller aus Monaco.

Rad Schrottreif in Nairobi angekommen.

Unglücklicherweise hat mein gut verpacktes Rad die 11 stündige Reise mit Egypt Air über Kairo nach Nairobi weniger gut überstanden als ich. Der Carbon Rahmen meines Siga SLC Edition ist gleich an zwei Stellen gebrochen und wahrscheinlich Resultat einer unsanften Handhabung. Ich bin gerade dabei Alternativen oder Ersatz zu finden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit nicht all zu groß hier in Kenia wo z.B. nur 20% aller haushalte über Strom verfügen ein nur annähernd gutes Rad zu finden.

Kooperation mit SAR-Austria

Die bevorstehende zweite Etappe der UnitedWorldTour wird neben dem Charity Gedanken nun auch die Botschaft von Sport gegen Rassismus vermitteln. Zusammen mit dem Gründer von SAR-Austria  Karl Puntigam,dem ehemaligen Manager der Österreichischen Band “Erste Allgemeine Verunsicherung“, werde ich mit diversen Aktionen den Sport nutzen um Völker zu verbinden.
www.sar-austria.at

Neue Wege zu neuen Zielen.

Es war recht ruhig in den letzten Monaten um die UnitedWorldTour, aber im Hintergrund hat sich einiges getan. Nach den operativen Eingriffen um die Insektenstiche aus Ägypten zu entfernen, waren erst mal 5 Wochen ruhe angesagt. Auch ein neuer Reisepass war notwendig , denn mit dem Israelischen Stempel im alten Pass war die Weiterreise in  Arabische Länder unmöglich.

Wo wir auch schon beim nächsten Thema sind…

Durch die Unruhen in vielen arabischen Ländern und die Schwierigkeit ein Visum für diese zu bekommen, musste ich an einer neuen Route arbeiten.

Indem meine Tour sehr stark mit Rad und Sport verbunden ist, bin ich auf die Idee gekommen in Dritte Welt Ländern  Räder an bedürftige zu verteilen die keine Möglichkeit haben sich fortzubewegen.

Kenia – Tansania

Vor allem in Afrika müssen Kinder täglich noch immer große  Distanzen zu Fuß zurücklegen um die Schule besuchen zu können und Bauern haben in entlegenen Gebieten oft nicht die Möglichkeit ihre Ernte selbst auf den Markt zu bringen und sind  auf Abnehmer angewiesen die ihre Situation ausnützen.

Patenschaft

Für eine Spende von 100 Euro gibt es jetzt die Möglichkeit eine Patenschaft für ein Fahrrad zu übernehmen, mit der auch ein direkter Bezug in Wort und Bild zum Geholfenen hergestellt wird.

Für jene die dieser Betrag zu hoch ist aber dennoch Spenden wollen ,so ist natürlich jede Summe willkommen. Diese wird für wird für eine andere Art von Hilfe verwendet oder ergeben zusammen mit weiteren Spenden für ein Rad für einen Hilfsbedürftigen.

Das Spendenkonto lautet: Kontonummer 42002     BLZ Raika Leibnitz: 38206
Peter Luttenberger     Überweisungszweck: UnitedWorldTour

Bei Überweisungen von außerhalb Österreichs nutzen Sie bitte folgende Daten:

BIC/Swift Code RZSTAT2G206
IBAN: AT59 3820 6000 0004 2002

Peter Luttenberger      Überweisungszweck: UnitedWorldTour

oder über Paypal (auch ohne Konto über Kreditkarte): Bitte besucht in diesem Fall die Webseite   www.UnitedWorldTour.com

Flug nach Nairobi

Noch  heute geht es zusammen mit Karl Puntigam dem Leiter der Organisation „Sport against racism“  (www.sar-austria.at) nach Kenia wo wir bereits am Montag vom Österreichischen Botschafter in Nairobi empfangen werden.

Danach werde ich  ins Landesinnere aufbrechen – wie schon in den ersten 7 Monaten der UnitedWorldTour  - mit dem Rennrad und zwei Packtaschen…